Wenn Du häufig unterwegs bist, wirst Du das Problem kennen: Dein Tablet oder Smartphone hat keinen Saft mehr. Heutzutage bauen die Smartphonehersteller immer größere Displays, tollere Funktionen, schnellere Prozessoren und das bei dünner werdenden Gehäusen. Häufig wird dabei beim Akku gespart.

Das neue Aushängeschild von Samsung, das Galaxy S8, hat einen Akku mit runden 3000 mAh verbaut. Das reicht für einige Stunden durchgängige Benutzung. Wenn Du zufällig noch Pikachu und Co jagst, viel weniger. Auch das iPhone 7 kommt gerade so auf 2000 mAh (schafft aber durch die optimierte Software ähnliche Laufzeiten). Nun war es früher zumeist recht einfach den Akku zu tauschen. So konnte man zumindest mit einer kurzen Pause direkt mit vollem Akku weitermachen. Aber auch hier geht der Trend in Richtung fester Akkus ohne Austauschmöglichkeit – oder zumindest nicht mal eben so nebenbei.

Eine sehr charmante Lösung können hier Powerbänke sein. Dies sind im Prinzip große Akkus, welche über einen, bis hin zu mehreren, USB-Ports verfügen und das jeweilige Gerät wie an der Steckdose aufladen. Manchmal gibt es die Powerbank mit nur 1000 mAh (häufig ein Werbegeschenk) und zunehmenden bis hin zu 30.000+. Aber nicht nur die reine Menge ist entscheidend, sondern auch der gelieferte Output. Wenn die Spannung des jeweiligen Gerätes zu klein ist, kann es sein, dass der Akku sich nur sehr langsam auflädt und/oder gar nicht. Da heutzutage Akkus immer noch Qualitätsware sind, ist es auf jeden Fall zu empfehlen, nicht das kostengünstigste zu kaufen.

Erfahrungswerte

Meine erste Powerbank stammt von PNY welche ich in den USA für 20$ gekauft hatte. 10000 mAh Stunden haben während der Reise gut gepasst und die Leistung wurde für die angeschlossenen Geräte auch erbracht. Nach einigen Jahren ist die Powerbank nun am Lebensende, da das Aufladen schon einige Stunden zusätzlich benötigt und bei meinem OnePlus 2 doch die Spannung nicht ausreicht. Vor kurzem habe ich mich für eine größere Powerbank entschieden, die auch bei höherer Belastung genug Saft liefert. Das Coolreall K8 mit 20000 mAh und einer Output-Leistung von 5V habe ich bei Amazon für 22€ gekauft.

Auch einige Werbeartikel durfte ich schon nutzen, häufig recht klein mit sehr wenig Kapazität. Für kleinere Smartphones die nicht unbedingt voll aufgeladen werden müssen, sicherlich ein nettes Goodie. Aber für die tägliche Verwendung, wie bei mir, eher ungeeignet.

Welche denn nun?

Wenn Du nun also auf der Suche nach einer Powerbank bist, solltest du erst einmal klären, wie viel Kapazität dein Akku hat. Hier mal eine kleine Auswahl:

  • Samsung Galaxy S8 – 3000 mAh
  • Samsung Galaxy S7 – 3000 mAh
  • Apple iPhone 7 – ~2000 mAh
  • LG G6 – 3300 mAh
  • OnePlus 2 – 3300 mAh
  • OnePlus 3T – 3400 mAh

Die Angaben sind manchmal nicht ganz so einfach zu finden. Entweder der Hersteller gibt sie in den technischen Daten an oder (wie zum Beispiel bei Apple) muss dann verstärkt Google genutzt werden und auf eine der Fremdangaben vertraut werden.

Wenn Du nun also weißt, welche Kapazität Dein Geräte-Akku hat, sollte sich schon recht schnell bemerkbar machen, dass Powerbänke mit 1000 mAh zu wenig sind. Grundsätzlich solltest Du aber entscheiden, ob die Powerbank das Gerät gerade so einmal oder vielleicht auch mehrmals wieder aufladen soll. Meine Entscheidung war diesbezüglich recht einfach, da ich häufig mal ohne Auflademöglichkeit bin.

Empfehlung?

Eine Empfehlung für eine spezielle Marke möchte ich nicht geben. Es gibt einfach zu viel Auswahl. Klar ist, dass die meisten Produkte bei Media Markt oder Saturn überteuert sind – ein Kauf über das Internet bietet sich also an. Für meine Anwendungsbereiche empfehle ich das weiter oben genannte Gerät. Ansonsten daran denken:

  • Kapazität der Powerbank ist in Wirklichkeit immer ein wenig geringer als angegeben
  • Eine Powerbank ist für alle Geräte geeignet – eine reine Powerbänke für Apple-Geräte sind also sehr wahrscheinlich Abzocke
  • Output muss 5V betragen

Beitragsbild von tc_manasan