Schon vor einiger Zeit ging es für mich nach Marokko. Immer auf der Suche nach neuen Orten und Kulturen erschien mir letztes Jahr im Frühsommer, im immer schwieriger werdenden Reisemarkt außerhalb der EU – aber in nicht allzu großer Entfernung, Marokko als eine gute Alternative. Die Preise für 7 Tage Agadir waren fair und das Hotel gut bewertet.

Durch das gute Angebot ging es „kostenlos“ mit dem Zug zum Flughafen Hannover. Von dort mit dem Flugzeug dauert es anschließend gute 4 1/2 Stunden bis Agadir. Durch den sehr frühen Flug war der Tag in Agadir gerade erst gestartet und wir konnten somit den ganzen Tag genießen. Das Hotel war landestypisch eingerichtet und ausgestattet. Die Pools waren groß, das Meer nur ein paar Meter über eine Promenade entfernt und das Zimmer angenehm groß. Einer der Highlights war sicherlich das umfangreiche Essen, welches eine tolle Qualität hatte. Durch die tollen Köche gab es internationale, wie auch nationale, Spezialitäten. Auch die Nachspeise war fantastisch – verhungern konnte man hier also definitiv nicht.

Souk Agadir, Bild von Heather Cowper

Da Agadir zu einer sehr sicheren Gegend gehört, konnten wir auch mehrere Ausflüge machen. Die Möglichkeiten innerhalb Agadirs sind aber beschränkt. Die Promenade und das kleine Einkaufsviertel geben aber die Möglichkeit sich ein wenig die Beine zu vertreten. Wenn Du aber ein wenig mehr den Alltag von Marokkanern sehen möchtest, empfiehlt sich ein Besuch einer des Souk Agadir. Wir haben uns zu Fuß dorthin gemacht. Dieser Markt bietet eine unglaubliche Anzahl von unterschiedlichen Waren – ob Essen oder Waren. Selbst wir haben die ein oder andere Köstlichkeit gekauft – zu sehr günstigen Preisen. Empfehlenswert ist, dort einzukaufen, wo auch Marokkaner einkaufen. Den ein oder anderen „Touristenbetrüger“ gibt es natürlich.

Da Agadir selbst irgendwann natürlich nicht mehr ausreicht, haben wir uns eine geführte Reise nach Marrakesch gebucht. Morgens ging es mit dem Privatbus durch den Atlas (Beitragsbild) Richtung Norden. Der Atlas selbst ist eine unglaublich schöne Gegend – ich kann Dir nur empfehlen, wenn Du in Marokko Urlaub machst: Buch eine Tour durch den Atlas. Aufgrund fehlender Zeit/Geld haben wir das ausgelassen. Der Atlas bietet zwischen der Sicht von hohen Bergen auch wunderschöne Grüne mit Palmen bewachsenen Tale. Auch wenn es morgens ein wenig nebelig sein kann, ändert sich dieses Bild schlussendlich gegen Mittag. Auch keine Angst an Menschen mit einem geplagten Rücken: Die Straßen sind teilweise besser als in Deutschland.

In Marrakesch angekommen merkt man sofort den klimatischen Unterschied zwischen Agadir (Küste)/Atlas (Gebirge) und dem Landesinneren. Von sehr angenehmen 28 Grad ging es hoch auf 40 Grad. Umso spannender ist, dass man in der Ferne das Atlasgebirge mit Schnee sehen konnte.

Da wir nur eine Tagestour gebucht hatten, war der Hauptfokus ein paar Tempel und Gartenanlagen wie auch der Gauklermarkt. Dieser ist so groß, dass man allein durch die Erkundung mehrere Stunden benötigt. Da selbst Marokkaner nicht die ganze Zeit Hitze und Sonne möchten, ist ein großer Teil des Marktes durch Bleche und Decken abgedunkelt und das Wandern durch die kleinen Gänge ist ohne große Kraftanstrengungen möglich.Marrakesch ist sicherlich ein Besuch wert. Bei einem Tagesbesuch bekommt aber nicht alles mit, was es in der Stadt zu entdecken gibt. Wenn Du gerne Städte erkundest und mal was anderes als New York oder London sehen möchtest, probiere es doch einmal in Marrakesch!

Am Ende hat mir Marokko gefallen. Man muss sich natürlich auf die ein oder andere kulturelle Überraschung gefasst machen – da der Umgang aber immer sehr freundlich war, gewöhnt man sich schneller als gedacht. In Zeiten von Terrorismus und politischen Unsicherheiten in den altbekannten Urlaubsorten wie Ägypten und der Türkei ist Marokko eine gute Alternative – auch wenn preislich inzwischen nicht mehr für low budget-Reisen.